Wie sollte das Verhalten zwischen fastenden und nicht fastenden zueinander sein?

Antwort

Liebe Leserin, lieber Leser,

Muslime müssen in der heutigen Zeit äußerst vorsichtig sein. Die individuelle Pflicht der Muslime, die allerorts als Gewaltverherrlichend dargestellt werden, ist es allen voran mit Sanftmut seinen Mitmenschen den rechten, richtigen Weg aufzuzeigen. Uns muss klar sein, dass der Islam es uns nicht gestattet, Nichtmuslime durch materielle, physische oder psychische Gewalt bzw. Zwang zu unterdrücken. Der Islam gestattet eben so wenig sich über Nichtmuslime mit herabwürdigenden Worten lustig zu machen. Zivilisierte Menschen zu übertrumpfen, oder noch besser sie für sich zu Gewinnen, erfolgt nicht durch Gewalt oder Zwang, sondern in dem man sie überzeugt.

Zunächst werden wir vor allem für uns selbst leben und lernen müssen, welche wichtige Bedeutung die Verpflichtung des Fastens im Islam für uns hat. Anschließend können und sollten wir die Bedeutung des Fastens Nichtmuslimen gegenüber auf eine bestmögliche und höfliche Art und Weise erläutern.

Wenn ein Muslim im Ramadan ohne triftigen Grund nicht fastet, dann er hat wahrscheinlich in Bezug auf seinen Glauben ein Problem. Diesen Muslimen müssen zuerst die Glaubenswahrheiten nähergebracht, erläutert und gelehrt werden. Von einem Nichtgläubigen wird man nicht erwarten, dass er gemäß dem Islam lebt.

Als Mensch, der im Ramadan nicht fastet ist es eine Frage des Gewissens, nicht neben einen fastenden Menschen offen zu speisen. Es gibt Hadithe (Überlieferungen) dass ein Jude, der dadurch dass er dem Fasten der Muslime respektvoll begegnete, seinen Glauben zu erretten vermochte und somit ins Paradies eingekehrt ist.

Diejenigen die fasten sollten nicht vergessen, dass man dem Islam nicht dienen kann, wenn man Feindseligkeiten schürt und hegt und Streitereien ausficht. Die Tat einer Person zu missbilligen oder sie als geschmacklos zu erachten und diese Handlung, um Allahs willen zu verabscheuen ist das eine. Der Person selbst gegenüber Feindschaft zu nähren und diese zu hassen ist was anderes.

Wie oben erwähnt, ist es die Frucht eines festen Glaubens, rechtschaffene Taten zu tun, die darin bestehen, Allahs Anweisungen zu befolgen und seine Verbote zu meiden. Um den universellen islamischen Grundsätzen zu folgen, sei es das Fasten, andere Glaubenshandlungen oder der Aneignung von moralischen Werten, ist erforderlich an die Richtigkeit des Islams zu glauben.

Wenn wir in jeder Hinsicht beispielhafte, hervorragende Menschen (Rollenmodelle) heranbilden wollen, müssen wir mit all unserer Kraft ihren Glauben nachhaltig stärken.

Selbstkritisch betrachtet ist der traurige und bedauernswerte Zustand in der heutigen islamischen Welt, ein Zeichen unseres eigenen mangelhaft gelernten, gelebten und praktizierten Glaubens. Der Sinn der Verkündung, die im Islam sehr wichtig ist, ist das Wissen allen voran selbst zu lernen und zu leben und anschließend weiterzugeben und zu lehren. Das Fundament und die Grundlage von Wissen sind jedoch die Glaubenswahrheiten.

In zwischenmenschlichen Beziehungen und kontroversen Gesprächen, spielt es im Hinblick auf die Verkündung des Islams eine große Rolle, eine Diskussionskultur zu bewahren. Das gesagte sollte mit der Waage des Verstandes gewogen, deutlich und nachvollziehbar übermittelt werden. Das Wesen seines Gegenübers sollte mit scharfem Spürsinn erkannt, verstanden und nicht gereizt werden. Es sollte versucht werden, mit umgarnenden und freundlichen Worten sich zumindest auf einen minimalen Konsens zu verständigen. Es ist von großer Bedeutung, all diese Dinge nur für Allah zu tun.

 

Fragen an den islam

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