Wie sieht das Grab-Leben der Jahilliya aus?

Details der Frage

Im Namen Allahs Des Allerbarmers Des Barmherzigen. Menschen die den Islam nicht verstanden haben oder den Islam nicht kennen oder werden laut Ahadith am Tage der Auferstehung mit Unterschiedlichen Dingen geprüft. Doch wie sieht das Grableben der Jahiliyya aus? Gibt es da dementsprechende Ahadith zu? Bu sadece benim sorum Assalamu alaikum und danke im Vorraus

Antwort

Liebe Leserin, lieber Leser,

das Leben im Grab ist eine Brücke zwischen dem diesseitigen Leben und dem Jenseits. Deshalb wird dieses Leben auch als „Barzah-Leben“, also als eine Art Barriere bzw. Schleier bezeichnet. Diese Welt offenbart sich jedem Menschen auf unterschiedliche Weise. Während die Märtyrer dieses Leben in dem Zustand verbringen, dass sie nicht wissen, dass sie gestorben sind, setzen diejenigen, die im Streben nach Wissen gestorben sind, ihr Streben nach Wissen auch in dieser Welt fort. Für die Ungläubigen hingegen ist diese Welt ein Ort der Qual, an dem sie die ersten Kostproben der Höllenqualen zu spüren bekommen.

Eine Überlieferung beschreibt diese Situation:

„Wenn der gläubige Diener im Begriff ist, diese Welt zu verlassen und sich dem Jenseits zuzuwenden, steigen Engel mit weißen Gesichtern vom Himmel herab. Ihre Gesichter sind wie die Sonne. Bei ihnen sind die Leichentücher und Düfte des Paradieses. Sie setzen sich an einen Ort, den er sehen kann. Der Engel des Todes kommt, setzt sich an sein Hauptende und sagt: ‚O schöne Seele, komm heraus und erhalte die Zufriedenheit und Vergebung deines Herrn.‘ Und sie kommt heraus wie ein Tropfen, der aus dem Mund tropft. Wenn der ungläubige Diener im Begriff ist, die Welt zu verlassen und sich dem Jenseits zuzuwenden, kommt ein schwarzgesichtiger Engel mit einem groben Gewand zu ihm, setzt sich an einen Ort, den er sehen kann, und sagt: „O hässliche Seele, komm heraus und begib dich zum Zorn und zur Wut deines Herrn.“ Die Seele trennt sich voller Furcht und unter großen Mühen vom Körper. (Ahmed İbn Hanbel, Müsned; IV/288, 397)

Nach dem Tod beginnt das Leben im Grab, der zweite Bereich der Zwischenwelt. In der ersten Zeit verweilt die Seele im Grab noch im Körper; gemeinsam erfahren sie Qualen und Belohnungen. Später trennt sich die Seele vom Körper und wird eigenständig.

„Das Grab ist entweder ein Garten aus den Gärten des Paradieses oder eine Grube aus den Gruben der Hölle.“ (Tirmîzî, Kıyâme, 26)

Ob gläubig oder ungläubig – was einem zu Lebzeiten widerfährt, wird zur Vergebung seiner Sünden führen. Unglück, Not, Krankheit und Bedrängnis tragen dazu bei, dass die Sünden der Menschen gemildert werden werden.

Ein Gläubiger lebt in dieser Welt als Sünder, doch die Unglücksfälle, die ihm widerfahren, werden dazu führen, dass seine Sünden gemildert werden. Auch die Qualen, die er im Grab erleidet, dienen als Sühne für seine Sünden und tilgen sie. Da der Ungläubige auf ewig in der Hölle bleiben wird, wird er zwar nicht ins Paradies gelangen, doch aufgrund der Leiden und Qualen, die er entweder in dieser Welt oder im Grab erdulden musste, wird die Schwere seiner Qualen in der Hölle gemildert werden.

Fragen an den islam

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