Warum werden die Muslime überwiegend von Erdbeben, Kriegen und Unheil betroffen?

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Warum werden die Muslime überwiegend von Erdbeben, Kriegen und Unheil betroffen?

Antwort

Liebe Leserin, lieber Leser,

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Unser diesseitiges Leben, welches ein Ort der Prüfung ist und nicht durch Ausschweifungen und Bequemlichkeiten vergeudet werden sollte, ist eine Bildungsstätte, damit der Mensch seinen Herrn (Rab), Schöpfer kennen lernt und nach seiner wahren Bestimmung lebt. Durch Glauben und Anbetung wird die Entwicklung des Menschen gestärkt und zur eigentlichen Berufung befähigt.

Es gibt zwei Kategorien der Anbetung:
1. positive Anbetung
2. negative Anbetung

Positive Anbetungen sind Handlungen wie zum Beispiel das rituelle Gebet und das Fasten.
In der negativen Art wird der Mensch durch Unglück, Beschwerlichkeiten, Krankheit und Naturkatastrophen geprüft, damit er seine Schwäche und Hilflosigkeit verspürt und sich mit Geduld seinem barmherzigen Herrn um Hilfe bittend zuwendet.

Die härtesten Prüfungen wurden insbesondere dem Propheten Muhammed (Allahs Segen und Friede auf ihm), den früheren Propheten und deren treuen Anhängern zuteil. Wenn Unheil und schmerzhafte Lebenserfahrungen ausschließlich minderwertig zu beurteilen wären, hätte Allah den Verkündern seiner Botschaft ein bequemes beziehungsweise sorgenfreies Leben beschert. Dies bezüglich wurde vom Propheten Muhammed folgendes geäußert:

„Diejenigen, welche am meisten dem Unheil und beschwerlichen Hindernissen ausgesetzt werden, sind die Vollkommensten, die Besten unter den Menschen.“(1)

Der Grund warum die Muslime viel mehr von Unheil betroffen werden ist, dass sie für ihre Fehler und Sünden im Diesseits bestraft werden und nicht am Tag des jüngsten Gerichts. Die großen Vergehen (z.B. Mord) und Untugenden, die aus dem Unglauben resultieren, werden dem obersten Gericht überlassen und die kleinen Delikte der Gläubigen werden durch Unglücke ausgeglichen.

 

(1) el-Münâvî, Feyzü’l-Kadîr, 1:519, no: 1056; el-Hâkim, el-Müstedrek, 3:343; Buharî, Merdâ: 3; Tirmizî, Zühd: 57; Ibni Mâce, Fiten: 23; Dârimî, Rikâk: 67; Müsned, 1:172, 174, 180, 185, 6:369.

 

Selam & Dua

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