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1-) Warum sagt man bei Al-Mahdi – „Aleyhis Salam“ ?

der Ausdruck „Alayhis Salam“ bezogen auf den Mahdi wird in vielen Kalam- und Geschichtsbüchern verwendet. Diese Bezeichnung(Aleyhis Salam) bezieht sich nicht nur auf die Propheten. Lediglich die Bezeichnung „alayhissalatu wassalam” darf ausschließlich auf unseren Propheten Hz. Muhammad (s.a.s.) angewendet werden.
Die Wortwendung „Alayhis Salam“ wird auch für den Sohn des Propheten Hz. Ibrahim angewendet.
Deshalb ist es nicht verwerflich beim Thema Hz. Mahdi „Alayhis Salam“ zu sagen.

Außerdem ist der Ausdruck „Alayhis Salam“ ein Dua (Bittgebet), das die Stellung bzw. den Rang des Mahdi verdeutlicht und seine Leistungen würdigt, um seiner Fürbitte (Schafaa) zuteil zu werden.
In vielen Hadithen ist zu lesen, dass der Mahdi gerühmt wird und wir ihm folgen sollen.


2-) Stimmt der hadith vom propheten (wenn ich mich richtig erinnere) der besagt das es im islam 72 sekten geben wird?gibt

die gemeinte Überlieferung sieht so aus;

„Meine Gemeinde wird sich in dreiundsiebzig Gruppen aufteilen, von denen eine Gruppe die Geretteten sein wird.“ sagte er. Die Gefährten fragten: „O Gesandter Allahs, welche Gruppe wird gerettet werden?“ Er antwortete:„Diejenigen, die nicht von meiner Sunna abweichen, werden gerettet werden! Das heißt, die Anhänger der Sunna und der Gemeinschaft.“ (Tirmizi, İman, 18; İbnu Mace, Fiten, 17)

Daher werden die Muslime, die sich an die in den Büchern niedergeschriebenen Sunna unseres Propheten (s.a.s.) halten, zu den "Ahl-i Najât", also den Geretteten, gehören. Sie müssen sich nur an die Sunna halten, sie als einzigen Maßstab anerkennen und sie in ihrem Leben konsequent anwenden.

Sie muss als eine große Gemeinschaft verstanden werden, die sich an die Sunna des Propheten hält, d. h. die Ansichten die von der von der Mehrheit der Muslimen getragen wird, akzeptiert, übernimmt und danach handelt.

Gazalı fasst die Glaubensgrundsätze dieses richtigen Weges, der zur Erlösung führt in den folgenden drei Regeln zusammen:

1. Der Glaube an Allah

2. Der Glaube an die Prophetie (sowie an die Engel und herabgesandten Bücher)

3. Der Glaube an das Jenseits (İmam-ı Gazâlî, Faysalu't-Tefrika, Mısır 1325, s.15)

Im Koran wird auch vielfach darauf hingewiesen, dass die Befolgung der Sunna unser Weg zur Erlösung und Rechtleitung sein muss;

Wahrlich, ihr habt an dem Gesandten Allahs ein schönes Vorbild für jeden, der auf Allah und den Letzten Tag hofft und Allahs häufig gedenkt. (33/21)

Und was euch der Gesandte gibt, das nehmt an; und was er euch untersagt, dessen enthaltet euch. Und fürchtet Allah; wahrlich, Allah ist streng im Strafen. (59/7)

Doch wenn sie dir nicht Folge leisten, dann wisse, daß sie nur ihren eigenen Neigungen folgen. Und wer ist irrender als der, der ohne Führung Allahs seinen eigenen Neigungen folgt? Wahrlich, Allah leitet das ungerechte Volk nicht. (28/50)

Eine weitere Lesart der Überlieferung über die 73 Gruppen ist im Sinne einer Warnung. Wir werden davor gewarnt, dass Akteure oder Gruppen im Namen des Islams auf vielfältige Weise den Islam repräsentieren werden, aber dabei eigene Ziele, Gelüste und Bestrebungen verfolgen. Sie werden also über die Religion reden, während sie gleichzeitig die zentralsten Grundlagen missachten. Zweifelsohne gibt es solche Fälle, wo z.B. vermeintliche Gelehrte oder Akademiker in den Medien z.B. so etwas behaupten, wie dass der Prophet (s.a.s.) keine besondere Rolle spielte und daher die Überlieferungen auch irrelevant sind. Dann gibt es wieder andere Gruppen, die eine politisch extremistische Ausrichtung haben und einzelne Koranstellen heranziehen, die über Gewalt reden, ohne jemals den Koran als Ganzes und die besagten Stellen im Kontext zu lesen. 

Es kann uns also leicht passieren, dass wir vom Pfad abkommen, ohne das zu merken. Dabei geht es nicht darum, ob jemand mal eine Sünde begangen hat, eine vielleicht nicht perfekte Ausbildung genossen hat oder aber in einer religiösen Fragestellung nicht weiter weiß. All das sind menschlich betrachtet normale Zustände, an denen man auch arbeiten kann. Ein Schüler, der mal in einem Test etwas schlechter abschneidet, fliegt ja auch nicht gleich von der Schule. Hier geht es vielmehr darum, ob das Fundament unseres Glaubens stabil ist. Damit wir genau das sicherstellen können, müssen wir den Grundsatz, also der Sunna des Propheten (s.a.s.) und der Gemeinde zu folgen, regelmäßig in unserem Herz aktualisieren. 


3-) Ist das Shirk??:(((

nach dem Prinzip "nur Allah kennt das Verborgene" kann ein Mensch nicht definitiv über den Glauben eines anderen Menschen reden. 

Shirk fängt grundsätzlich da an, wo wir mit Überzeugung also sehr bewusst, Aspekte der Sharia also der Religion ablehnen und/oder Dem Wesen Allahs etwas beigesellen und Allah damit auf einer Stufe mit seiner Schöpfung stellen, indem wir z.B. Allah ein Makel, wie etwa einen festen Wohnort zusprechen, denn Allah ist frei von Ort und Zeit. 

Wer nicht nach dem waltet, was Allah (als Offenbarung) herabgesandt hat, das sind die Ungläubigen. (5/44)

Wichtig ist klarzumachen, dass die Absicht hier entscheidend ist. Es gibt einen Unterschied zwischen jemanden, der eben mit Absicht etwas sagt, und jemanden, der zu einem Thema einfach nicht genügend informiert ist und daher sich irrt. Der ehrenwerte Gelehrte Fahraddin ar-Razi sagte dazu;

„Die Aussage des Allmächtigen ‚Wer nicht nach dem richtet, was Allah herabgesandt hat...‘ umfasst sowohl diejenigen, die mit ihrem Herzen als auch mit ihrer Zunge leugnen. Wer mit seinem Herzen weiß, dass es sich um Allahs Urteil handelt, und dann mit seiner Zunge bekennt, dass es sich um Allahs Urteil handelt, aber dennoch das Gegenteil davon tut, hat zwar nach dem geurteilt, was Allah offenbart hat, aber es nicht tatsächlich umgesetzt. Daher fällt eine solche Person nicht unter das Urteil dieses Verses...“ (Tefsir-i Kebir, 9/86)

Man muss also unterscheiden zwischen einer Sünde und der Zugehörigkeit zur Religion. Muslime können sehr wohl Sünden begangen haben. Das macht sie nicht gleich zu Ungläubigen, aber eben zu Muslimen mit Sünden. Man stelle sich drei Studierende vor. Einer von ihnen ist sehr diszipliniert, geht zu allen Vorlesungen, meldet sich von Semester zu Semester frühzeitig zurück und besteht alle Klausuren mit Bravur. Er ist ein Vorzeigestudent, denn er hat nicht nur die Pflichten (allen voran die Rückmeldung zum Semester) ordentlich erledigt, sondern auch alle Termine wahrgenommen und die besten Noten bekommen. Der zweite Student hat sich ebenfalls ordentlich zurückgemeldet, war allerdings weniger konzentriert und war bei den Klausuren entsprechend schlecht aufgestellt. Er hatte weniger gute Noten. Er ist immernoch ordentlich Student, allerdings wird er nicht das beste Zeugnis haben. Der dritte Student hat sich - obwohl doch ein intelligenter junger Mann - tatsächlich nicht zurückgemeldet und hat die eine Pflicht zum Erhalt seines Status als Studierender ganz bewusst ingoriert. Dieser junge Mann wird ohne weitere Diskussion exmatrikuliert und somit vom Studium entlassen. 

Um dieses Beispiel nun auf die Frage anzuwenden, können wir fast mit Sicherheit sagen, dass die hier erwähnten Scherze den guten Ton im Sinne der Religion verfehlt haben und sehr wahrscheinlich auch als Sünde gelten werden. Allerdings kann man hier noch nicht sagen (und wir würden uns davor hüten das zu behaupten), dass die betroffenen Person wirklich bei vollen Bewusstsein diese Scherze so meinten, dass sie damit Allah und seinen Willen sowie sein Wesen ablehnen.